Prof. Dr. Rolf Peffekoven fordert einen einheitlichen Mehrwertsteuersatz
01.04.2010 | Wann immer es um Haushalts- und Steuerpolitik geht, die Meinung von Prof. Dr. Rolf Peffekoven ist gefragt. Sein Gutachten „Für eine Reform der Mehrwertsteuer“ ist eine klare Aufforderung an die Regierung.
"Eine Politik mit Konsolidierungskurs ist immer schmerzhaft, dafür aber sinnvoll". Prof. Dr. Rolf Peffekoven spricht gerne Klartext. Der Finanzwissenschaftler plädiert seit Jahren für eine angebotsorientierte Politik, die auf attraktive Standorte für Investoren setzt und eine Verschuldungspolitik ablehnt. Mit der seiner Meinung nach notwendigen Konsolidierung des Bundeshaushaltes stößt der Ökonom immer wieder auf Widerstand, nicht zuletzt aus den Reihen der Politik. Das macht ihn zu einem unbequemen Mahner.
Als Sohn eines kaufmännischen Angestellten wurde Rolf Peffekoven 1938 in Gummersbach geboren. Nach dem Abitur in Neuwied studierte er Volkswirtschaft in Köln, Heidelberg und Bonn. 1966 promovierte Peffekoven an der Berliner TU. Nach einem Forschungsaufenthalt in den USA, lehrte er von 1970 bis 1980 an der Ruhr-Universität Bochum - Lehrstuhl für Internationale Wirtschaftsbeziehungen. Seit 1973 ist er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen. Von 1991 bis 2001 zählte Peffekoven zu den fünf Wirtschaftsweisen und gehörte damit zu den Mitgliedern des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Seit 1983 leitete Peffekoven das Institut für Finanzwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Im September 2007 wurde er emeritiert, was ihn aber nicht daran hindert, weiterhin finanzpolitisch aktiv zu sein.
Prof. Dr. Rolf Peffekoven ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen und Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.
Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und Aufsätze zu Fragen der Finanzwissenschaft, der internationalen Wirtschaftsbeziehungen und der europäischen Integration. Sie dienen heute an den Universtäten zum Grundlagenstoff für Volkswirtschaftler.